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Platons Begriff des Geistes

Einer der zentralsten Begriffe für intellektuelle Vermögen ist in Platons Philosophie der Begriff des nous (νοῦς). Dieser konstituiert den höchsten Seelenteil (logistikón; λογιστικόν), neben dem untersten, dem begehrenden (epithymētikón; ἐπιθυμητικόν) und dem mittleren, dem muthaften (thymoeidés; θυμοειδές).

In seinem Sonnen-, Höhlen und ganz besonders in seinem Liniengleichnis hat Platon die Bedeutung des nous besonders herausgestellt und gegenüber den anderen Seelenvermögen des Menschen profiliert. Das Liniengleichnis bringt das Sonnen- und Höhlengleichnis auf den Begriff. Der nous erweist sich als Vermögen der reinen intelligiblen Erkenntnis, ohne empirische Ausgangspunkte, als Vermögen der Ideen oder reinen Begriffe. Die Ideen haben wiederum in der Idee des Guten ihren Einheitsgrund und ihr höchstes Prinzip. Dagegen steht das Vermögen des Verstandes (dianoia) zwischen Vernunft und Wahrnehmung, indem es auf Axiomen basiert, die nicht mehr weiter hinterfragt werden. Es ergibt sich folgendes Schema von Ontologie und Epistemologie:


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